Nichts ist so wichtig wie Kontrolle über sein Budget beim Pokern zu haben. Selbst der erfahrenste Spieler kann durch Verluste bei wenigen Turnieren sein Budget merklich schrumpfen lassen. Oft wird diese Thematik überschätzt, doch selbst als Gelegenheitsspieler sollte man immer eine Planung für diese Dinge parat haben. Natürlich gilt wie bei allen Dingen die Selbstdisziplin als wichtigster Aspekt. Jedes noch so schöne Konzept bringt nichts, wenn sich Spieler von ihren Emotionen beherrschen lassen. Wenn Sie, beispielsweise, gerade sehr unglücklich aus einem Turnier geflogen sein sollten und Sie daraufhin die Idee entwickeln in ein höher dotiertes Tunier einzusteigen, nur um die Verluste des vorherigen Spiels wett zu machen. Diese und andere Fehlschlüsse können oft sehr schnell das vorhandene Budget schwinden lassen. Unser Team hat sich mit dieser Thematik für Sie auseinandergesetzt.

Erkenne dich Selbst

Viele Spieler kennen oft selbst ihr eigenes Spiellevel nicht und laufen deshalb Gefahr sehr schnell ihr gesamte Budget zu riskieren. Daher ist es vollkommen in Ordnung mit sehr niedrigen Einsätzen bei Turnieren zu starten um dort Erfolge zu sammeln. Nehmen wir als Beispiel einen “Buy In” von 0.50$. Die Gewinne in diesem Turnier mögen nicht überragend hoch erscheinen, doch selbst bei einem Ausscheiden ohne Gewinn, wäre ihr Budget nicht nach zwei bis drei Turnieren weg. Hat man auf diesem Level Erfolg und gewinnt auch mal das ein oder andere Turnier, dann kann man langsam versuchen sich bei den Einsätzen nach oben zu arbeiten. Oft wird man an dieser Stelle erleben, dass die Erfolge dann ausbleiben. Daher ist es auch in Ordnung wieder zu dem alten Format zurückzukehren, um dort weiter langsam aber stetig Gewinne einzufahren und sein Spiel weiter zu verbessern. Auch sollte man darauf achten, niemals im Frust oder Stress weiterzuspielen. Diese Handlungsweise führt leider viel zu oft zu noch höheren Verlusten. Wenn man sich über eine Hand ärgert und unbedingt seine Verluste wettmachen will, ist eine Pause oft die bessere Idee. Poker sollte immer mit kühlem Kopf gespielt werden.

Der richtige Einsatz im Spiel

Viele Spieler vermissen es zu berechnen welcher Prozentsatz ihres gesamten Budget sie tatsächlich in einem Turnier einsetzen sollten. Diese Wahl hängt tatsächlich sehr oft vom jeweiligen Spielerlevel ab. Als Fausregel heisst es, dass Amateure nicht weniger als 15 “Buy Ins” zurückhalten sollten, während Profis oft die Meinung vertreten mehr als 40 “Buy Ins” in Reserve zu haben. Egal auf welchem Level man Poker spielt, so gilt doch: Je höher die Anzahl der Reserven ist, desto besser ist das Management bedacht”. Dieser Punkt führt zurück auf die einfangs erwähnte Selbstdisziplin beim pokern. Optionen wie der eines “Re-Buy” sollten immer stark bedacht werden, denn oftmals erhöhen diese nur die eigenen Verluste. Das gleiche gilt dabei für das richtige Einschätzen der eigenen Hand und deren Wertigkeit. Am Anfang scheint diese Anforderung fasst unmöglich, denn nur mit Erfahrung kommt allmählich der Blick für diese Dinge. Eine Regel sollte man jedoch stets beherzigen: Kein Blatt ist unschlagbar. Wenn man also auf Dauer Erfolg haben möchte, sollte man bereit sein jedes Blatt weglegen zu können. Das gilt in jedem Fall auch für die berühmten Pocket Asse. Nicht zuletzt sollte man immer ein Auge darauf haben, wieviel des eigenen Budgets für andere Ausgaben genutzt werden müssen. Der Hobbyspieler kann diesen Punkt getrost übergehen, doch vor allem Spieler, die ihren Lebensunterhalt mit Pokern verdienen, müssen stets darauf achten sich bestimmte Summen auszahlen zu lassen um Rechnungen zu bedienen. Viele Profis nutzen daher eWallets, die es ermöglichen die verschiedenen Budgets voneinader zu trennen.