Jeder Pokerspieler kennt diese Tage, wenn auch nichts gelingen will. Eine verlorene Hand jagt dann die nächste und bald folgt auch der „Bad Beat“ auf dem River. Diese Situationen können leider oft dazu führen, dass Spieler ihre sorgsam vorbereiteten Strategien vergessen und einfach weiterspielen. Wenn einmal das Gleichgewicht des Spielers verloren ist, so gibt es meist kein Halten mehr.

Trotzreaktion

Eine Anzahl von „Bad Beats“ kann in jedem Spieler den Trotz hervorrufen. Dann spielt man als Spieler eher auf Autopilot und konzentriert sich kaum noch auf sein Spiel. Viele Spieler ärgern sich dabei über verlorene Hände statt einfach Hand für Hand weiterzuspielen. Vor allem im Online Poker, sollte man nach „Bad Beats“ unbedingt inne halten oder sogar Luft schnappen gehen. Fünf Minuten der Reflektion helfen da meist schon wieder den Fokus zu gewinnen und mit voller Stärke weiterzuspielen.

Tischwahl

An manchen Tischen mag es einfach nicht so laufen, wie man es denn gerne möchte. Da ist dann dieser eine Spieler, der einen wie ein Buch lesen kann und immer den Einsatz bringt. In einem normalen Turnier muss man mit einer solchen Situation sicherlich klar kommen, aber vor allem Online und noch mehr in Cash Games gibt es eine andere Möglichkeit: Stehe einfach vom Tisch auf und setze Dich an einen anderen Tisch. Es wird immer wieder Spieler geben gegen die es sehr unangenehm ist zu spielen, aber das alleine sollte nicht Deine gesamte Konzentration brechen können.

Bluff Catcher

Diese Situation kommt vor allem dann, wenn man als Spieler sehr ausgelaugt und müde ist. Der andere Spieler hat gerade eine große Wette gemacht und der Pot in der Mitte ist schon immens angewachsen. Aus den anderen Händen hast Du bisher gesehen, dass dieser Spieler sehr selten blufft und mit großer Wahrscheinlichkeit blufft er auch bei dieser Hand nicht. Nun gibt es jedoch immer wieder Fälle, dass Spieler nur den Einsatz bezahlen, um zu sehen, was der Gegner denn hatte. Das hat schon viele Spieler ruiniert und sollte daher auf jeden Fall vermieden werden. Wenn Dein Bauchgefühl Dir also sagt, dass der Gegner sehr eng spielt und kaum blufft, dann riskiere nicht einen Großteil Deiner Chips nur um Karten zu sehen.

Schlechte Bluffs

Auf der anderen Seite kommt es auch immer wieder vor, dass Spieler einfach bluffen wollen und ein Gegner es durchschaut. Man fragt sich dann immer, wie er das sehen konnte und wo denn nun der Tell war. Die Wahrheit ist, dass ein Tell zwar wichtig ist, aber wenn Du als Spieler Deinen Bluff nicht richtig verkaufst und die Hand so seltsam spielst, dass Dein Gegner Dir einfach nicht glaubt, so ist das in jedem Fall ein sehr schlechter Bluff. Wenn Du also vorhast Deinem Gegner einen Bluff zu verkaufen, dann überlege Dir vorher ganz genau welche Hand Du gerade verkaufst. Außerdem solltest Du immer einen Notfallplan parat haben, falls er mitgehen würde.