Razz Regeln

Eine weitere Variante des 7 Card Stud ist die Razz Variante, auch als 7 Card Stud Lowball bekannt..
Um also Razz spielen zu können, sollte man die Regeln vom 7 Card Stud gut kennen.
Razz Poker erlangte während der World Series of Poker 2004 einige Aufmerksamkeit. Denn die Anzahl der teilnehmenden Spieler kann hier variieren zwischen zwei und zehn Spielern. Am Besten aber lässt sich die Razz Variante jedoch mit sechs Spielern spielen.
Wie auch bei anderen Lowball-Varianten , gewinnt auch hier die niedrigste Hand. Straight und Flush werden hier nicht gezählt und das Ass ist die niedrigste Karte. Die beste Hand, hier auch Wheel genannt, ist demnach A – 2 – 3 – 4 - 5.
Darauf folgen
A – 2 – 3 – 4 - 6
A – 2 – 3 – 5 - 6
A – 2 – 4 – 5 - 6
A – 3 – 4 – 5 - 6
2 – 3 – 4 – 5 - 6
A – 2 – 3 – 4 - 7
A – 2 – 3 – 5 - 7
A – 2 – 4 – 5 - 7
A - 3 – 4 – 5 - 7
Wie es von der Split Pot High Low Variante wie Omaha bekannt ist, gibt es bei der Razz Variante keine Acht oder besser Komponente. Dass heißt, wenn man die Omaha High Low Variante betrachtet, so kann eine niedrige Hand nur dann gewinnen, wenn sie nicht höher ist als die Acht.
Bei der Razz Variante kann aber nur die niedrigste Hand gewinnen, also kann praktisch jede Hand gewinnen, solange sie niedriger ist als die gegnerische Hand. Es ist aber auch möglich mit zwei kleinen Paaren zu gewinnen, was jedoch in der Praxis selten vorkommt. Die Razz Variante orientiert sich demnach eng an den Regeln der Seven Card Stud Variante und es erfordert einige Geduld und eine relativ tighte Spielweise.
Es gibt aber auch einige wichtige Unterschiede zur regulären Seven Card Stud Variante.
Vor dem Austeilen der Hole Karten wird auch hier von jedem Mitspieler ein Ante gezahlt, um den Grund-Pot zu bilden. Die übliche Höhe des Ante ist ein Fünftel des Small Bet.
Danach erhalten alle Spieler zwei verdeckte Karten und eine offene Karte.
Der Spieler mit der höchsten offenen Karte muss als erster setzen und zwar die Hälfte des Small Bet. In den nächsten Runden beginnt die Setzrunde dann der Spieler mit der niedrigsten Hand.
Ein weiterer Unterschied zur regulären Seven Card Stud Variante ist, dass die Setzrunden ab der Fourth - Street davon abhängig sind, ob ein Spieler ein Paar hat oder keines. Hat ein Spieler ein Paar muss die Höhe des Big Bet gesetzt werden, ansonsten wird in der Höhe des Small Bet gesetzt.
Die guten Starthände bei der Razz Variante sind leicht zu merken. A – 2 - 3 ist hier die beste Starthand, doch alle drei Karten zwischen dem Ass und der Fünf ,sofern es keine Paare sind, sind selbstverständlich auch recht gut. Auch die Karten zwischen dem Ass und der Sechs und auch der Sieben sollten aggressiv, aber etwas vorsichtiger gespielt werden. Vor allem dann wenn andere Mitspieler mit niedrigeren offenen Karten ebenfalls aggressiv spielen. Bis zur Acht kann man auch versuchen zu setzen und so Antes zu stehlen Das kann in einzelnen Spielen auch gut funktionieren, aber auf langer Sicht verliert man hier auch seine Chips.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Razz Variante sind die Upcards der anderen Spieler. Der erfahrene Razz - Spieler beobachtet hier die Upcards und entwickelt daraus Rückschlüsse auf die Stärke seines Blattes und auf sein eigenes Spielverhalten. Hast man zum Beispiel drei Karten bis zur Neun und es gibt keine Upcards die niedriger als die Neun sind, wird man in der Third Street wahrscheinlich die beste Hand haben und kann so aggressiv setzen und auch erhöhen. Selbst wenn die niedrigen Karten gepaart werden, die Gegner aber hohe Karten bekommen dann kann man weiter aktiv spielen.
Noch ein weiterer wichtiger Aspekt der bei der Seven Card Stud Variante zu beachten ist, sind die Live und Dead Cards. Während man sich beim Stud normalerweise Live Cards erhofft, ist es bei der Razz Variante vielmehr umgekehrt. Paare können hier eine recht gute Razz - Starthand zu Nichte machen. Wenn man zum Beispiel eine Starthand A – 6 - 3 hat und man sieht zwei weitere Dreien, eine Sechs und ein Ass, ist es vorteilhaft für einen, da sich die Wahrscheinlichkeit das man Paare bildet somit verringert.
Das Austeilen der siebten Karte beendet im engsten Sinne das Spiel der Razz Variante. Denn nun hat jeder Spieler drei verdeckte Karten und vier offene Karten, also die von den Gegnern gesehen werdenkönnen. Es beginnt dann wie immer die letzte Setzrunde. Es gibt keine Gemeinschaftskarten, hier nutzt jeder Spieler die beste Kombination von fünf seiner insgesamt sieben Karten. Die niedrigen Karten schlagen hier die hohen Karten, dass heißt das zum Beispiel eine Zehn eine Dame schlägt usw. Das gleiche gilt auch für die Paare.